Das Dorf Fürstenhagen

Nach der urkundlichen Ersterwähnung im Jahre 1297 hat die Siedlung nicht mehr lange bestanden.

Bereits 77 Jahre später im Jahre 1374, war dieser Ort von seinen Bewohnern verlassen. Diese haben sich in Kalteneber angesiedelt.

Die Gründung des alten Fürstenhagen fällt in die 3. Gründungsperiode, von 900-1300. Es ist die Entstehungszeit der Orte mit der Endung "rode", "hagen", "stein" und "holz". Der verlassene Ort Fürstenhagen lag an dem Platze, der heute "Bei der Hahnskirche" und "Unterm Hahnsgraben" heißt, etwa 500 Meter östlich der heutigen Siedlung, an der Landstraße nach Lutter und Kalteneber.

Der Ort "Indago" mag im 14. Jahrhundert wegen seiner ungünstigen Lage (Wassermangel) eingegangen sein. Aber man hat an seiner Stelle oder in der Nähe einen Ort "Fürstenhagen" erbaut der 1539 das erste mal und in den Jahren 1580, 1609, 1610, 1629, 1675, und 1676 in den Urkunden vorkommt. 1676 wurde auch ein "Platz bei der Hahnskirche" genannt. Hier befand sich bis 1976 ein etwa 15x30 m großes von Gestrüpp überwuchertes Unland. An dieser Stelle befand sich die Kirche des alten Fürstenhagens.

Etwa um 1910 wurden die Reste der Kirche abgetragen. 1931 waren die starken Fundamente der Kirche noch vorhanden. Auf der Suche nach Überresten stieß Max Müller auf Ziegelstücke die handgeformte Kopfe aufwiesen. Im Zuge der "Flurbereinigung" durch die LPG wurde das Unland (Hahnskirche) im Jahre 1976 urbar gemacht. Durch die Planierraupe wurden die gemauerten Fundamente der alten Kirche die eine Stärke von 1 - 1,20 m aufwiesen aus ihrer Lage geschoben. So konnten die Ausmaße der Bauwerkes festgestellt werden, die Länge betrug 10 m die Breite 8 m Dieser Kirchbau wird 1374 vermutet.

In dem Waldgebiet auf dem Ölberg, waren Glashütten in Betrieb, deshalb Hüttenberg genannt. Der tiefe Graben entlang der Landstraße nach Fürstenhagen, von der Grundbrücke bis zur ersten Kurve, dürfte durch die Erosion eines Baches entstanden sein.

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